Aktiviere das Projekt.

Aktiviere das Projekt direkt über den Startbildschirm der Flora-Incognita-App.
In diesem Jahr gibt es erstmals einen besonderen Aktionszeitraum: vom 22. Mai bis zum 7. Juni 2026 – beginnend Internationalen Tag der biologischen Vielfalt. In diesem Zeitraum könnt ihr euch Abzeichen verdienen: Das Goldene Badge erhaltet ihr, sobald ihr 100 Arten in eurem Garten dokumentiert habt. Wir hoffen, dass ihr möglichst viele verschiedene Arten erfasst – Kulturpflanzen- und Wildpflanzen, auch die unscheinbaren Kräuter und kleinen Pflanzen, die man leicht übersieht. So entsteht ein umfassender Überblick über die Biodiversität in unseren Gärten. Zudem sind eure Erhebungen das ganze Jahr über möglich, gerne gesehen und werden für die wissenschaftliche Auswertung genutzt.
Vielen Dank für deine Teilnahme! Mit deinen Beiträgen hilfst du, wertvolle Erkenntnisse zur Pflanzenvielfalt in Gärten zu gewinnen – und entdeckst gleichzeitig die Biodiversität in deinem eigenen Garten noch bewusster.
Mit der „Flora-Routine“ könnt ihr euch die Zuordnung der Beobachtungen zum Projekt GartenDiv vereinfachen. Diese werden dann automatisch zugeordnet.
So funktioniert es:
Nach der Aktivierung des Projekts kannst du eine Flora-Routine einrichten. Scrolle dazu nach der Projektaktivierung ganz nach unten zum Bereich „Verknüpfte Tags“. Tippe auf das Tag „GartenDiv“ – es öffnet sich ein neues Fenster. Über „+ Neue Flora-Routine“ kannst du eine Routine erstellen. Wähle anschließend auf der Karte deinen Garten aus (Fundortregion auswählen) und wähle das Tag „GartenDiv“. Ab diesem Zeitpunkt erhalten alle Beobachtungen in deinem Garten automatisch das Projektstichwort „GartenDiv“.
Um deine Beobachtungen im GartenDiv-Projekt wissenschaftlich auswerten zu können, benötigen wir einige Angaben zu deinem Garten. Bitte fülle nach der Aktivierung den Eingangsfragebogen aus. Sobald du diesen Fragebogen ausgefüllt hast, kannst du mit dem Projekt beginnen. Nachfolgend findest du ergänzende Erläuterungen zu den einzelnen Fragen.
GartenID
Um am Projekt GartenDiv teilzunehmen, benötigt jeder Garten eine eigene GartenID. Diese ID sorgt dafür, dass alle Beobachtungen, die in deinem Garten gemacht werden, eindeutig zusammengeführt werden können. Das ist besonders wichtig für die spätere Auswertung, zum Beispiel um die Artenzahl in deinem Garten zu berechnen.
Bitte fülle die folgenden Angaben zur Erstellung deiner GartenID vollständig aus:
Nur wenn alle Angaben gemacht werden, kann deine GartenID korrekt erstellt und für das Projekt genutzt werden.
Gartentyp
Da wir die Biodiversität in unterschiedlichen Gartentypen untersuchen möchten, gib bitte an, zu welchem Typ dein Garten gehört. Wähle eine der folgenden Optionen:
Unter einem „Garten“ verstehen wir eine räumlich zusammenhängende, aktiv bewirtschaftete Grünfläche, die einer klar abgrenzbaren Person oder Nutzer:innengruppe zugeordnet ist. Dazu zählen Hausgärten, Kleingärten, Gemeinschaftsgärten, Schulgärten sowie Balkone. Nicht eingeschlossen sind öffentliche Grünanlagen wie Parks, botanische Gärten oder Blühstreifen sowie einzelne, nicht als Garten bewirtschaftete Flächen im öffentlichen Raum. Auch individuell bepflanzte Baumscheiben zählen nicht als Gärten, da sie keine dauerhaft zuordenbare Bewirtschaftungseinheit darstellen.
Kleingartenverein
Insbesondere bei Kleingärten möchten wir die Beobachtungsdaten gerne auf Ebene der Kleingartenvereine auswerten. Wir bitten dich daher, den Namen deines Kleingartenvereins einzutragen. Es wäre außerdem großartig, wenn du andere Kleingärtner:innen in deinem Verein motivierst, am Projekt teilzunehmen.
Postleitzahl des Gartens
Um Aussagen über größere Regionen treffen zu können, möchten wir die Beobachtungsdaten regional zusammenfassen. Bitte gib dafür die Postleitzahl deines Gartens an.
Gartengröße
Die Größe deines Gartens ist ein wichtiges Merkmal für die Auswertung deiner Beobachtungsdaten. Bitte wähle die Kategorie aus, die am besten zur Größe deines Gartens passt:
Für die Erfassung der Biotop-Bausteine orientieren wir uns an einem etablierten Selbsttest aus dem Projekt gARTENreich, das im Rahmen der FEdA-Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zum Erhalt der Artenvielfalt gefördert wurde.
Publikation: Felgentreff et al. 2025, Landscape and Urban Planning, https://doi.org/10.1016/j.landurbplan.2025.105449.
Bitte wähle die Biotoptypen aus, die es in deinem Garten gibt.
Vogeltränke
Eine Wasserschale kann durstigen Vögeln, aber auch anderen Tieren nutzen.
Nisthilfe
Bitte ankreuzen, wenn es mindestens eine der folgenden Nisthilfen im Garten gibt.
Nistkästen für Vögel: Künstliche Nistkästen können fehlende natürliche Nistplätze ersetzen, etwa an alten Bäumen oder an Gebäuden. Wichtig ist, dass der Nistkasten witterungsgeschützt angebracht ist und regelmäßig gereinigt wird.
Nistkästen für Fledermäuse: Fledermauskästen bieten Tagesquartiere und Unterschlupf für verschiedene Fledermausarten, die in Siedlungsräumen oft nur wenige geeignete Verstecke finden. Sie sollten möglichst hoch, sonnig bis halbschattig und störungsarm angebracht werden.
Nisthilfe für Solitärbienen: Nisthilfen für solitär lebende Wildbienen (z. B. aus Holz, Lehm-Sand Gemisch oder Schilf) können das Angebot an geeigneten Nistplätzen ergänzen. Entscheidend ist eine passende Bauweise mit glatten Bohrgängen bzw. geeigneten Hohlräumen sowie ein ausreichendes Blütenangebot in der Umgebung.
Hummelkasten: Hummelkästen bieten bestimmten Hummelarten einen Ersatz für natürliche Nistplätze, wie verlassene Mäusenester, die in aufgeräumten Gärten oft fehlen. Damit ein Hummelkasten angenommen wird, sollte er bodennah, schattig und möglichst störungsarm aufgestellt sein.
Vertikale Begrünung
Rankpflanzen, die eine Mauer, einen Zaun oder ein Gebäude erklimmen, können Nistplatz und Nahrung für Vögel und Insekten darstellen. Bitte nur zählen, wenn die Begrünung so dicht bzw. dick ist, dass darin ein Vogel nisten könnte.
Offener Kompost
Ein offener Kompost bietet vielen Tieren einen Lebensraum. Dafür sollte er aber rundherum und auch nach unten mehrere Öffnungen haben.
Trockenmauer
In und auf einer unverfugten Mauer siedeln sich Pflanzen an und Eidechsen, Wildbienen und andere Kleintiere finden einen Lebensraum. Bitte die Mauer nur zählen, wenn sie mindestens einen Meter lang und 30 Zentimeter hoch ist und wenn Pflanzen zwischen den Ritzen wachsen.
Naturecke
Eine mindestens zwei Quadratmeter große Ecke im Garten, in der Wildkräuter wie Brennnesseln wachsen dürfen, und in der zusätzlich Holz und Steine liegen, ist ein Refugium für viele Tiere. Belohnt wird man zum Beispiel mit vielen Schmetterlingen, für die die Brennnessel eine Raupenfutterpflanze ist.
Reisig-/Laubhaufen
Ein Reisig- oder Laubhaufen ist ein gutes Versteck für Igel, Marienkäfer und andere Nützlinge und sollte möglichst lange ungestört liegen bleiben.
Offene Bodenstellen
Offene Bodenstellen bieten vielen Wildbienenarten Nistmöglichkeiten in Sand oder Lehm, und auch Spatzen nutzen Sand gern für ein Sandbad; optimal ist dabei ein lockerer Bewuchs mit viel Sonneneinstrahlung, da die meisten Arten nicht auf vollständig vegetationsfreien Flächen nisten.
Beerentragende Sträucher
Gibt es in deinem Garten heimische Wildsträucher wie etwa Kornekirsche, Weißdorn oder Pfaffenhütchen, die nicht regelmäßig geschnitten werden, sondern frei blühen und fruchten dürfen?
Totholz
Unbehandeltes Totholz ist ein toller Lebensraum für viele Arten – ob liegend oder stehend, ob als Haufen, Stamm oder Wurzel.
Wildstrauchhecke bzw. Wildstrauchgruppe
Wildsträucher können als Nistort und Versteck für viele Arten dienen. Die Sträucher werden nicht in Form geschnitten wie bei einer Schnitthecke, sondern dürfen blühen und fruchten und bieten dadurch Nahrung für Insekten und andere Tiere. Gut geeignete heimische Arten sind Kornelkirsche, Weißdorn, (ungefüllte) Hundsrose oder Pfaffenhütchen.
Wildstaudenbeet
Ein Wildstaudenbeet ist ein Beet mit mehrjährigen Pflanzen, bei dem darauf geachtet wird, dass heimische, ungezüchtete Arten in ihrer Wildform verwendet werden.
Blumenwiese, Blumen-/Kräuterrasen oder Blühsaum
Gibt es in deinem Garten:
Bäume
Im Garten sollte mindestens ein Baum stehen; noch besser ist es, wenn es sich um eine heimische Art handelt, da diese vielen Tieren besonders zugutekommt.
Teich
Ein Teich bietet vielen verschiedenen Tieren Lebensraum und Refugium. Zähle ihn bitte nur, wenn eine bepflanzte Uferzone und Unterwasserpflanzen vorhanden sind und keine Zierfische im Teich leben, da diese Kaulquappen von Molchen und Fröschen fressen und viele Nährstoffe eintragen.
Notiz
Hier kannst du uns noch Besonderheiten deines Gartens mitteilen.
Zu jeder deiner Beobachtungen kannst du einen optionalen Fragebogen ausfüllen. Der Fragebogen ist freiwillig, wir würden uns jedoch sehr über deine Angaben freuen, da sie uns zusätzliche Informationen liefern, die für unsere wissenschaftlichen Fragestellungen wichtig sind. Dabei interessiert uns, wie häufig die Art in deinem Garten vorkommt, ob die Pflanze angepflanzt wurde oder wild gewachsen ist und in welchem phänologischen Stadium sich die Pflanze zum Zeitpunkt der Aufnahme befindet.
Hier findest Du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.
Ich nutze bereits Flora Incognita. Muss ich hier noch etwas beachten?
GartenDiv ist ein Zusatzprojekt, das gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Wissenschaft und Praxis umgesetzt wird. Um teilzunehmen, wähle das Projekt in der Flora-Incognita-App unter dem Symbol „Projekte“ aus, aktiviere es und stimme den Datenschutzbestimmungen zu. Nach der Aktivierung erscheint ein Fragebogen. Wir bitten dich, diesen auszufüllen, da er wichtige Fragen zu deinem Garten enthält. Nur mit diesen Angaben können wir deine Beobachtungen später wissenschaftlich auswerten.
Ich habe GartenDiv aktiviert. Wie geht es nun weiter?
Nach der Aktivierung des Projekts erscheint ein Fragebogen. Bitte fülle diesen vollständig aus. Anschließend kannst du die App wie gewohnt nutzen, Pflanzen bestimmen und jede Beobachtung mit dem Projektschlagwort versehen. So werden deine Beobachtungen eindeutig dem Projekt zugeordnet und an die Projektverantwortlichen weitergegeben.
Ist es möglich das Projektstichwort/Projektag automatisch zu vergeben?
Ja, dies ist mit der Flora-Routine möglich. Gehe dafür wie folgt vor:
Öffne das GartenDiv-Projekt in der Flora-Incognita-App.
Scrolle nach unten zum Bereich „Verknüpfte Tags“.
Vergib einen Titel, zum Beispiel „GartenDiv“.
Tippe auf „Wenn“ und wähle „Fundregion“ aus. Es öffnet sich eine Karte.
Suche deinen Garten auf der Karte und zoome mit dem Plus-Symbol so weit hinein, bis das angezeigte Viereck deinen Garten möglichst genau abgrenzt.
Bestätige die Auswahl mit dem Häkchen.
Wähle unter „Dann“ die Option „Tag hinzufügen“ und entscheide dich für den Tag „GartenDiv“.
Du kannst die Pflanzen anschließend ganz normal über „Pflanze erkennen“ in der Flora Incognita erfassen. Ab jetzt werden alle Beobachtungen innerhalb dieser abgegrenzten Fläche automatisch dem Projekt GartenDiv zugeordnet.
Kann ich auch mehrere Gärten aufnehmen?
Derzeit ist dies nur eingeschränkt möglich. Für jeden weiteren Garten muss ein eigener Flora-Incognita-Account mit einer separaten E-Mail-Adresse angelegt, das Projekt aktiviert und der Fragebogen erneut ausgefüllt werden. Zwischen Accounts kannst du wechseln, indem du auf der Profilseite oben rechts auf die drei Punkte tippst und dich ab- bzw. wieder anmeldest. Da man jedoch stets darauf achten muss, im richtigen Account angemeldet zu sein, empfehlen wir, sich möglichst auf einen Garten zu konzentrieren.
Können wir mit mehreren Nutzer:innen Pflanzen in einem Garten aufnehmen?
Beobachtungen mit demselben Profil können gleichzeitig auf mehreren Geräten erfasst werden. Am besten einigt ihr euch – du und dein:e Freund:in – auf ein gemeinsames Profil, um euren Garten parallel zu dokumentieren.
Ich möchte mit meinen Schüler:innen einen Schulgarten dokumentieren. Wie gehe ich am besten vor?
Für diesen Fall haben wir die neue, auswählbare Gartenkategorie „Schulgarten“ ergänzt.
Folgendes Vorgehen hat sich bewährt:
Eine Lehrkraft erstellt mit einer schulischen E-Mail-Adresse einen Flora-Incognita-Account. Da die E-Mail nicht verifziert wird, empfehlen wir z.B. schulgarten@schulname.de .
Mit diesem Account aktiviert die Lehrkraft das Projekt GartenDiv.
Anschließend richtet die Lehrkraft eine Flora-Routine ein und legt auf der Karte die zu beobachtende Schulfläche fest. So werden alle Beobachtungen, die auf diesem Gelände gemacht werden, automatisch dem Projekt GartenDiv zugeordnet.
Die Schüler:innen melden sich auf ihren Smartphones ebenfalls mit derselben schulischen E-Mail-Adresse an und dokumentieren Pflanzen. Alle Beobachtungen werden dabei automatisch dem Schulgarten im Projekt GartenDiv zugeordnet.
Kann ich auch bestehende Pflanzenlisten (z. B. Excel-Dateien) bei GartenDiv hochladen?
Leider ist das derzeit nicht möglich. Individuelle Pflanzenlisten folgen in der Regel keiner einheitlichen, standardisierten Taxonomie und enthalten zudem keine fotografischen Nachweise der dokumentierten Arten. Für die wissenschaftliche Auswertung benötigen wir daher Beobachtungen, die direkt mit der Flora-Incognita-App erfasst und mit einem Bild belegt wurden.
Kann oder soll ich eine bestimmte Pflanzenart in meinem Garten mehrfach fotografieren?
Du kannst dieselbe Pflanze gerne mehrfach fotografieren. Besonders wertvoll ist es, wenn ein Garten möglichst vollständig erfasst wird und diese Erfassung im Folgejahr wiederholt wird. So können wir erkennen, welche Arten neu dazukommen, verschwinden oder dauerhaft bestehen bleiben. Auch mehrere Aufnahmen derselben Pflanze innerhalb eines Jahres sind hilfreich, zum Beispiel um Blühzeiten zu dokumentieren. Mehrfache Aufnahmen schaden in keinem Fall.
Gibt es GartenDiv-Aushänge für Kleingartenvereine?
Ja, es gibt einen speziellen Aushang für Kleingartenvereine. Dieser wurde vom Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e.V. erstellt und steht online zum Download bereit. Der Aushang kann frei genutzt und in Kleingartenanlagen ausgehängt werden. Du findest ihn unter folgendem Link:
https://kleingarten-bund.de/blog/2025/05/19/pflanzenvielfalt-in-deutschlands-kleingaerten-im-blick/
Ich lebe in der Schweiz oder Österreich. Macht es Sinn mitzumachen oder gelten nur deutsche Gärten?
Ja, es macht auf jeden Fall Sinn mitzumachen. Unsere ersten Analysen konzentrieren sich zwar auf Deutschland, wir möchten jedoch ausdrücklich auch Teilnehmende aus der Schweiz und Österreich ermutigen, bei GartenDiv mitzumachen. Beobachtungen aus diesen Ländern sind sehr wertvoll. Sie ermöglichen es uns, die Daten perspektivisch mit einem zentraleuropäischen Fokus auszuwerten, Regionen miteinander zu vergleichen und langfristig breitere ökologische Fragestellungen zu bearbeiten. Kurz gesagt: Auch wenn dein Garten nicht in Deutschland liegt – deine Daten zählen.
Wann und wie erfahre ich von den Ergebnissen von GartenDiv?
Die Auswertungen erfolgen in der Regel, sobald ausreichend neue Daten vorliegen. Erste Auswertungen der GartenDiv-Daten aus dem Jahr 2025 haben wir im Januar 2026 begonnen. Für 2026 und die folgenden Jahre planen wir regelmäßige Updates in einer Webapplikation. Dort sollen Statistiken zum eigenen Garten sowie Artenlisten einsehbar sein. Darüber hinaus arbeiten wir an individuellen Empfehlungen, wie der eigene Garten künftig noch biodiversitätsfördernder gestaltet werden kann. Zusätzlich erhältst du über eine Flora-Story in der Flora-Incognita-App Informationen zu ersten Ergebnissen und Publikationen.
Wie weit ist der Begriff „Garten“ im Rahmen des Forschungsprojekts auszulegen?
Mit GartenDiv untersuchen wir u.a. die Rolle partizipativer Prozesse bei der Förderung der biologischen Vielfalt. Unter einem „Garten“ verstehen wir eine räumlich zusammenhängende, aktiv bewirtschaftete Grünfläche, die einer klar abgrenzbaren Person oder Nutzer:innengruppe zugeordnet ist. Dazu zählen Hausgärten, Kleingärten, Gemeinschaftsgärten, Schulgärten sowie Balkone. Alle bepflanzten Teilflächen, die zu einer solchen Einheit gehören (z. B. Vor- und Hintergärten, Terrassen oder Hofbereiche), werden demselben Garten zugeordnet. Räumlich getrennte Flächen – etwa mehrere Gärten an unterschiedlichen Standorten – gelten als getrennte Gärten und müssen separat erfasst werden.
Nicht eingeschlossen sind öffentliche Grünanlagen wie Parks, botanische Gärten oder Blühstreifen sowie einzelne, nicht als Garten bewirtschaftete Flächen im öffentlichen Raum. Auch individuell bepflanzte Baumscheiben zählen nicht als Gärten, da sie keine dauerhaft zuordenbare Bewirtschaftungseinheit darstellen.
Warum erkennt Flora Incognita manche Gemüsearten nicht?
Flora Incognita wurde ursprünglich für wildlebende Arten entwickelt. Daher erkennt die App noch nicht alle Kulturarten. Auch Obst- und Gemüsesorten, zum Beispiel bestimmte Tomaten- oder Paprikasorten, können derzeit noch nicht unterschieden werden. Wir arbeiten kontinuierlich daran, das Artenspektrum zu erweitern.
Wie kann ich Arten oder Sorten ergänzen?
Wenn du sicher bist, dass eine Art falsch bestimmt wurde, kannst du diese über das Feld „Bearbeiten“ ändern. Wähle den richtigen Namen aus der Liste heraus, indem du den Namen beginnst zu tippen. Bitte füge auch im Notizfeld des Fragebogens noch hinzu, dass du den Namen geändert hast. Wenn die Art korrekt erkannt wurde, es sich aber um eine bestimmte Zuchtform handelt, kannst du den Sortennamen ebenfalls in der Notiz ergänzen. Verwende dafür das Format:„Sorte: Sortenname“ (z. B. Sorte: Boskoop).
Kann ich das ganze Jahr über Beobachtungen machen und wann werden meine Daten übermittelt?
Du kannst das ganze Jahr über Pflanzen in deinem Garten dokumentieren. Alle Beobachtungen zählen für deinen Garten und für GartenDiv. Ab 2026 wird es zusätzlich einen Kampagnenzeitraum von Ende Mai bis Anfang Juni geben. In dieser Zeit rufen wir dazu auf, möglichst viele Pflanzen zu erfassen. Dabei können Abzeichen gesammelt werden. Deine Beobachtungen werden in einem monatlichen Rhythmus an das GartenDiv-Projektteam übermittelt.
Wie bekomme ich einen Überblick über meine erfassten Daten
Die Beobachtungen können exportiert und anschließend auf dem heimischen Computer ausgewertet werden. Weitere Informationen dazu findest du in unserem Blogartikel.
„GartenDiv“ ist ein Citizen Science Projekt, das federführend durch die Universität Leipzig durchgeführt wird. Weitere Partner sind das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, das Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, der Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands (BKD) e.V. sowie Flora Incognita.
Ingmar Staude
Universität Leipzig, Institut für Biologie
Johannisallee 21-23
04103 Leipzig
E-mail: gartendiv – at- uni-leipzig.de
Henri Greil
Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Institut für Bienenschutz
Messeweg 11-12
38104 Braunschweig
E-mail: bs – at – julius-kuehn.de
Eva Foos
Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V.
Hermannstraße 186
12049 Berlin
E-mail: bkd – at – kleingarten-bund.de